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Steuererklärung 2025:
Die häufigsten Fehler – und wie Sie sie vermeiden

Die Einkommensteuererklärung gehört für viele Menschen zu den wiederkehrenden Aufgaben, die mit vielen Fragen verbunden sind. Zwischen Belegen, Formularen und steuerlichen Regelungen entstehen schnell Unsicherheiten: Welche Kosten können steuerlich geltend gemacht werden? Welche Nachweise werden benötigt? Und welche Angaben werden häufig vergessen?

Eine sorgfältige Vorbereitung hilft dabei, Fehler zu vermeiden, Rückfragen des Finanzamts zu reduzieren und sicherzustellen, dass alle relevanten steuerlichen Möglichkeiten berücksichtigt werden.

Wir zeigen Ihnen, welche typischen Fehler bei der Einkommensteuererklärung 2025 häufig vorkommen und worauf Sie bei der Erstellung achten sollten.

Fehler 1: Abgabefristen werden nicht beachtet

Ein häufiger Fehler ist, die Abgabefrist für die Steuererklärung zu übersehen. Wer gesetzlich zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet ist, muss die Erklärung für das Steuerjahr 2025 grundsätzlich bis zum 31. Juli 2026 beim Finanzamt einreichen.

Wer eine Steuerberatungskanzlei mit der Erstellung der Steuererklärung beauftragt, profitiert in vielen Fällen von verlängerten Fristen. Die konkreten Fristen hängen jedoch von den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben und der individuellen Situation ab.

Checkliste:

  • Habe ich geprüft, ob ich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet bin?
  • Habe ich alle erforderlichen Unterlagen rechtzeitig zusammengestellt?
  • Benötige ich Unterstützung bei der Erstellung meiner Steuererklärung?

Fehler 2: Werbungskosten werden nicht vollständig berücksichtigt

Viele Steuerpflichtige schöpfen ihre Möglichkeiten nicht vollständig aus, weil beruflich veranlasste Aufwendungen nicht oder nur teilweise in der Steuererklärung angegeben werden.

Zu den Werbungskosten können – abhängig von den jeweiligen Voraussetzungen – beispielsweise Aufwendungen für den Arbeitsweg, Arbeitsmittel oder berufliche Fortbildungen gehören.

Eine vollständige und nachvollziehbare Dokumentation der entstandenen Kosten ist entscheidend, damit steuerlich relevante Aufwendungen korrekt berücksichtigt werden können.

Typische Bereiche, die häufig übersehen werden:

  • beruflich genutzte Arbeitsmittel wie Computer oder Fachliteratur
  • Kosten für berufliche Weiterbildungen
  • Aufwendungen im Zusammenhang mit beruflichen Fahrten
  • Homeoffice-Tage, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind

Fehler 3: Belege und Nachweise werden nicht ausreichend aufbewahrt

Ein häufiger Irrtum ist die Annahme, dass Belege nach Erstellung der Steuererklärung grundsätzlich nicht mehr benötigt werden. Zwar müssen Belege und Nachweise in vielen Fällen nicht zusammen mit der Steuererklärung eingereicht werden, sie können jedoch vom Finanzamt angefordert werden.

Daher sollten steuerlich relevante Unterlagen sorgfältig aufbewahrt werden – idealerweise digital und strukturiert abgelegt.

Unsere Empfehlung:

Sammeln Sie relevante Belege bereits während des Jahres. Eine geordnete Ablage erleichtert die Erstellung der Steuererklärung und reduziert den Aufwand deutlich.

Fehler 4: Steuerlich relevante Ausgaben werden nicht geprüft

Viele Steuerpflichtige prüfen nicht vollständig, welche Ausgaben steuerlich berücksichtigt werden können. Gerade bei Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen gibt es häufig Möglichkeiten, die nicht genutzt werden.

Dazu können – abhängig von den individuellen Voraussetzungen – beispielsweise gehören:

  • bestimmte Versicherungsbeiträge
  • Spenden
  • Kirchensteuer
  • Kinderbetreuungskosten
  • außergewöhnliche Belastungen

Welche Aufwendungen tatsächlich berücksichtigt werden können, hängt immer von den persönlichen Umständen und den gesetzlichen Voraussetzungen ab.

Fehler 5: Veränderungen der persönlichen Situation werden nicht berücksichtigt

Die persönliche Lebenssituation kann einen wesentlichen Einfluss auf die steuerliche Behandlung haben. Änderungen sollten deshalb bei der Erstellung der Einkommensteuererklärung sorgfältig geprüft werden.

Typische Veränderungen sind beispielsweise:

  • Heirat oder Scheidung
  • Geburt eines Kindes
  • Wechsel des Arbeitsplatzes
  • beruflich veranlasster Umzug
  • Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit

Wer solche Veränderungen nicht berücksichtigt, riskiert, steuerlich relevante Angaben nicht vollständig zu erfassen.

Checkliste: Diese Unterlagen sollten Sie für die Steuererklärung 2025 vorbereiten

Eine frühzeitige Zusammenstellung der Unterlagen erleichtert die Bearbeitung Ihrer Steuererklärung:

  • Lohnsteuerbescheinigung
  • Nachweise zu Werbungskosten
  • Bescheinigungen über Versicherungsbeiträge
  • Nachweise zu Spenden
  • Unterlagen zu Kinderbetreuungskosten
  • Rechnungen und Nachweise zu Handwerkerleistungen
  • Unterlagen zu Vermietung oder Kapitalerträgen (sofern relevant)

Fazit: Eine gute Vorbereitung schafft Sicherheit

Eine strukturierte Vorbereitung der Einkommensteuererklärung hilft dabei, steuerlich relevante Sachverhalte vollständig zu erfassen und unnötige Rückfragen zu vermeiden.

Gerade bei komplexeren persönlichen oder beruflichen Situationen kann eine professionelle steuerliche Beratung dabei unterstützen, die individuellen Möglichkeiten optimal zu nutzen und Fehler bei der Erstellung der Steuererklärung zu vermeiden.

Bei Röhr und Partner stehen wir Ihnen bei allen Fragen rund um Ihre Einkommensteuererklärung persönlich zur Seite. Wir unterstützen Sie zuverlässig bei der Erstellung Ihrer Steuerunterlagen und sorgen dafür, dass Ihre steuerlichen Angelegenheiten professionell und strukturiert bearbeitet werden.

Bilderquelle:
ArLawKa - stock.adobe.com