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Existenzgründung:
Steuerliche Ersthilfe für Start-ups

Der Schritt in die Selbstständigkeit ist spannend – und bringt neben vielen Chancen auch eine Vielzahl organisatorischer und steuerlicher Fragen mit sich. Bereits in der Gründungsphase werden wichtige Weichen gestellt, die langfristige Auswirkungen auf Liquidität, Steuerbelastung und unternehmerische Flexibilität haben können. Röhr & Partner Partnerschaft, Steuerberater mbB gibt Ihnen einen Überblick über zentrale steuerliche Aspekte, die Sie von Anfang an im Blick haben sollten.

Die richtige Rechtsform wählen

Zu berücksichtigen sind unter anderem:

  • Einkommensteuer vs. Körperschaftsteuer
  • Haftungsfragen
  • Gewinnverteilung
  • Buchführungs- und Offenlegungspflichten

Die „eine richtige“ Rechtsform gibt es nicht. Vielmehr hängt die optimale Lösung von Faktoren wie Kapitalbedarf, Haftungsrisiken, Wachstumsperspektiven und der Anzahl der Gründer ab. Eine frühzeitige steuerliche Beratung hilft, kostspielige Fehlentscheidungen zu vermeiden.

Anmeldung beim Finanzamt und steuerliche Erfassung

Nach der Gründung folgt die steuerliche Erfassung beim Finanzamt. Hier werden unter anderem folgende Punkte festgelegt:

  • Vergabe der Steuernummer
  • Einschätzung der voraussichtlichen Umsätze und Gewinne
  • Entscheidung über die Kleinunternehmerregelung
  • Festlegung von Umsatzsteuer-Voranmeldungen

Gerade die realistische Einschätzung von Umsätzen und Gewinnen ist wichtig, um spätere Steuernachzahlungen oder unnötige Vorauszahlungen zu vermeiden.

Umsatzsteuer und Vorsteuerabzug – Liquidität sichern

Ein häufig unterschätztes Thema in der Gründungsphase ist die Umsatzsteuer. Wer nicht die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nimmt, kann die Vorsteuer aus Eingangsrechnungen geltend machen – etwa aus Investitionen für Büro, Technik oder Beratungskosten.

Das kann gerade zu Beginn ein wichtiger Liquiditätsvorteil sein. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch:

  • Regelmäßige Umsatzsteuer-Voranmeldungen
  • Korrekte Rechnungsstellung
  • Sorgfältige Dokumentation

Welche Variante für Ihr Start-up sinnvoll ist, sollte individuell geprüft werden.

Investitionen, Abschreibungen und Betriebsausgaben

Schon vor dem ersten Umsatz entstehen oft Kosten. Viele dieser Gründungskosten können steuerlich berücksichtigt werden. Dazu zählen z. B.:

  • Notar- und Beratungskosten
  • Büromiete und Arbeitsmittel
  • Software, Hardware und Fahrzeuge

Größere Anschaffungen werden in der Regel über mehrere Jahre abgeschrieben. Eine kluge Planung der Investitionen kann die Steuerlast in den ersten Jahren deutlich beeinflussen.

Frühzeitig Struktur schaffen

Ordnung von Anfang an zahlt sich aus. Eine saubere Belegorganisation, ein geeignetes Buchhaltungssystem und klare Prozesse erleichtern nicht nur den Alltag, sondern vermeiden auch spätere Probleme bei Betriebsprüfungen oder Jahresabschlüssen.

Gute Beratung ist ein echter Erfolgsfaktor

Die Gründungsphase ist steuerlich komplex, bietet aber auch viele Gestaltungsmöglichkeiten. Wer sich frühzeitig professionell begleiten lässt, schafft eine solide Basis für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg.

Röhr & Partner Partnerschaft, Steuerberater mbB unterstützt Existenzgründerinnen und Existenzgründer umfassend – von der Rechtsformwahl über die steuerliche Erfassung bis zur laufenden Betreuung. Sprechen Sie uns an, wir begleiten Sie sicher durch die Startphase Ihres Unternehmens.

Bilderquelle:
Alex from the Rock - stock.adobe.com